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Aktuelles aus unserer Firma | 05.11.2015
Einbruchsschutz - Tipps von der Kripo und von Franz Josef Sammer

Groß war das Interesse bei einer Informationsveranstaltung in Raubling rund um das Thema Einbruch. Neben Kripobeamten aus Rosenheim beleuchtete Franz Josef Sammer das Thema in seinem Vortrag aus der Perspektive der Versicherung.

„Ein Wohnungseinbruch ist weit mehr als nur Eigentumsdiebstahl; das Eindringen in die Privatsphäre ist ein schlimmes Verbrechen“, erklärte SPD-Kreisvorsitzende Alexandra Burgmaier die Initiative zu einer Informationsveranstaltung ihrer Partei zum Thema Einbruchsschutz in Raubling. Dies konnte Erster Kriminalhauptkommissar Gerold Kreuzinger von der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim aus seinen Erfahrungen nur bestätigen. „Einbrüche können traumatische Auswirkungen haben; etwa 17% der Einbruchsopfer fühlen sich nicht mehr sicher und ziehen aus ihrer Wohnung aus“, erläuterte er die oft dramatischen Folgen für bisher unbeschwert lebende Menschen.
Wertvolle Verhaltenstipps zur Vermeidung von Einbrüchen gab anschließend Kriminaloberkommissar Wolfgang Moritz von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Er zeigte, wie mit einfachsten Werkzeugen und in atemberaubender Geschwindigkeit eine Wohnung bei mangelnder Sicherungstechnik aufgebrochen werden kann. „Viele Menschen unterschätzen das Risiko und sparen bei mechanischen Sicherungseinrichtungen“, appellierte der Referent an die Zuhörer, sich über die Möglichkeiten zu informieren und z.B. ihre Fenster und Türen entsprechend nachzurüsten. Zertifizierte Sicherheitstechnik wie Kernziehschutz (Schließzylinder) reiche bereits aus, damit es am Ende nur beim Einbruchsversuch bleibe; „sie brauchen einfach zu viel Zeit“, erläuterte er die erfolgreiche Strategie, den Einbrechern das Leben schwer zu machen.

Zum Thema Versicherungen erläuterte Franz Josef Sammer die Tarifierungspolitik der Versicherer nach bundesweit gebildeten Einbruchszonen. Durch die Zunahme der Fälle sei eine Hochstufung des süddeutschen Raums in höhere Zonen mit entsprechenden Prämienerhöhungen zu erwarten. Anhand von Videos demonstrierte er die Vorteile mechanischer Sicherungen und des Einsatzes VdS-zeritifzierter Sicherheitstechnik. "Ein kompletter Schutz von Türen, Fenstern und sonstiger Raumzugänge durch kluge mechanische Sicherungen ist die Basis jeder Einbruchs-Abschreckung", konnte er aus seiner Praxis bestätigen. "Beim Abschluss einer Hausratversicherung ist neben Prämien und Bedingungen vor allem auf eine umfassende Dokumentation bereits bei Antragsaufnahme zu achten, damit im Schadensfall auch tatsächlich geleistet werden kann", war seine Empfehlung an das Publikum. Seine Empfehlungen:

Korrekte Ermittlung der Versicherungssumme inkl. Wertsachenanteil bei Antragsaufnahme
Korrekte Beschreibung der vorhandenen mechanischen und elektronischen Sicherungseinrichtungen (evtl. Nachrüstungsfristen beachten!)
Auflistung von Wertsachen, die über den üblichen Hausrat hinaus gehen, z.B. Schmuck, Kunst, Antiquitäten, Sammlungen, Teppiche usw.
Von Wertsachen Fotos anfertigen, Kaufnachweise aufbewahren oder Wertexpertisen anfertigen lassen
Tipp: bei hochwertigem Hausrat und hohem Wertsachenanteil haben einige Versicherer Spezial-Policen und fertigen die Dokumentation durch eigene Kunstsachverständige

 

"Je besser das Diebesgut dokumentiert ist, desto leichter fällt die Strafverfolgung und die Regulierung durch den Versicherer", betonte er abschließend.
 

 

Foto: Franz Josef Sammer

Einbruchsschutz - Tipps von der Kripo und von Franz Josef Sammer